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Mario Caviezel, Wirtschaftsinformatiker

Mario Caviezel ist gelernter Applikations-Entwickler. Er will nicht nur programmieren, sondern auch die wechselseitige Beziehung zwischen Business und Informatik verstehen. So studierte er Wirtschafts-Informatik.

    • Ich bin Mario Caviezel

      Mario Caviezel, Wirtschaftsinformatiker

    • Mein Job

       

      „Das ist ein sehr kreativer Prozess“

      „Ich habe eine Lehre als Applikationsentwickler gemacht, aber heute programmiere ich relativ wenig. Bevor ich mich entschieden habe eine Lehre als Applikationsentwickler zu absolvieren, hielt sich meine Begeisterung für den Computer in Grenzen. Da ich mich mehr für Architektur interessierte, wollte ich eigentlich Hochbauzeichner werden, jedoch hat sich mein Berufswunsch bei der Suche nach einer Lehrstelle verändert. Im Jahr 2000 war die Lehre als Applikationsentwickler noch relativ neu. Erstmals in Kontakt kam ich mit dem Programmieren erst innerhalb der Lehre, die Begeisterung dafür war schnell vorhanden.

      Am Programmieren mochte ich das strukturierte Vorgehen und den dennoch vorhandenen kreativen Aspekt. Von der Analyse über das Design bis zur Implementierung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten die Anforderungen umzusetzen. Das ist ein sehr kreativer Prozess und das habe ich in der Lehre gemerkt. Die Softwareentwicklung ist sehr herausfordernd. Die stetige Weiterentwicklung der verwendeten Methoden, Sprachen und Technologien erfordern eine hohe Lernbereitschaft.

      Das öffentliche Bild vom „einsamen Hacker“ stimmt meiner Meinung nach nicht. In Projekten sind viele Mitarbeiter involviert, darunter auch Nicht-Informatiker. Man arbeitet gemeinsam und ist im steten Austausch miteinander. Und gerade bei aktuellen Methoden der Software-Entwicklung hat man als Einzelkämpfer keine Chance. Gute Programmierer tauschen sich aus und arbeiten konstruktiv und kooperativ zusammen.

      Irgendwann stellte sich mir dann die Frage: wo bin ich stark, wie entwickle ich mich weiter?

      „Ich will die wechselseitige Beziehung zwischen Business und IT verstehen“

      Ich wollte nicht ewig programmieren und die komplexe wechselseitige Beziehung zwischen Business und IT verstehen und vermehrt Wissen in ökonomischen Gebieten aufbauen. Aus diesem Grund absolvierte ich ein Wirtschaftsinformatiker-Studium. Die Wirtschaftsinformatik bringt Verständnis für unterschiedliche Arbeitsgebiete und lässt somit unterschiedliche Berufswege offen.

      Das erworbene Wissen hilft mir zum Beispiel die Strategien und Prozesse besser zu verstehen und auch zu hinterfragen. Da die Entwicklung von neuen Informationssystemen immer komplexer wird, helfen mir die erworbenen Kenntnisse, die technologischen, organisatorischen und managementspezifischen Aspekte und deren Zusammenhänge besser zu verstehen.

      „Das ist herausfordernd und schön“

      Neu habe ich auch die Teamleitung inne. Die Aufgabe ist herausfordernd und schön, die Führungskompetenz kann man dabei kaum im Studium und in Seminaren erwerben. Diese Kompetenz weiterzuentwickeln beschäftigt mich momentan neben dem Operativen am meisten, und ich stehe oft vor neuen Situationen für die es selten definierte Lösungsansätze gibt. 0,2 FTE (Full-time equivalent, also 20 %  einer Vollzeitstelle, Anm. d. Red.) wende ich für Führung auf, je nach Zeitpunkt.

      Ich bin verantwortlich für mehrere Komponenten, für welche pro Jahr drei Releases durchgeführt werden. Ein Beispiel für eine Komponente ist eine Applikation, mit der Versicherungsverträge von Kunden abgefragt werden können. Sie ist webbasiert und hat mehrere Tausend Benutzer, sowohl interne als auch externe.

      Wenn bei dieser businesskritischen Applikation produktive Probleme auftreten hat die Behebung erste Priorität und alle weiteren Arbeiten müssen unterbrochen werden. Innerhalb des Supportprozesses sind mein Team und ich zuständig für den „3rd Level-Support“ – also Probleme von Usern, die man vorher auf zwei früheren Stufen nicht lösen konnte.

      Mein Arbeitgeber unterstützt mich in meiner Entwicklung und hat mit mir einen Entwicklungsplan aufgestellt, welcher regelmässig überarbeitet wird. Darin stand mein grosses Ziel, nämlich Teamleiter zu werden, wie auch die unterschiedlichen Gebiete rund ums Thema Führung.

      „Ich würde es bereuen, nicht mehr Sax zu spielen“

      Meine Hobbies sind eigentlich Musik hören, Fitness und Ausgang. Saxophon habe ich in letzter Zeit wenig gespielt. Ich habe mit 7 Jahren angefangen, Sax zu spielen und erhielt immer Hausaufgaben, das war nicht immer gut für die Motivation.

      Ich habe seit damals dasselbe Saxophon und auch wenn ich nicht viel spiele, so könnte ich ohne Musik nicht leben. Ich höre mehr Gitarrenmusik, aber viele meiner Lieblingsalben sind „saxlastig“ wie bei Bruce Springsteen. Ich würde es bereuen, nicht mehr Sax zu spielen.“

      AXA Winterthur

      Die AXA Versicherungen AG (Markenauftritt: AXA Winterthur) mit Sitz in Winterthur ist eine Schweizer Versicherungsgesellschaft und Tochtergesellschaft des französischen Versicherungskonzerns AXA. Mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent ist die AXA Versicherungen die Nummer 1 im Schweizer Versicherungsmarkt.